Aus Anlass dieses Festes feiern wir am Samstag, den 15. August eine besonders feierliche Messe und anschließend eine eucharistische Lichterprozession mit anschließender Lichtervigil (Holy Hour). Auch hierzu möchten wir sie ganz herzlich einladen.

 


 

 

"Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt." (Offb 12,1)

 

Am 15. August feiert die Kirche das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, Mariä Himmelfahrt. An diesem Hochfest, zu den eines ältesten und eindrucksvollsten Marienfesten gehört, betrachtet die Kirche das Geheimnis des Übergangs Marias von dieser Welt mit Leib und Seele in das Paradies der himmlischen Herrlichkeit Gottes. 

Gebet zur Vorbereitung auf Mariäe Himmelfahrt (Novene)

 Novene als PDF-Datei

 

Aus Anlass dieses Festes feiern wir am Samstag, den 15. August eine besonders feierliche Messe und anschließend eine eucharistische Lichterprozession mit anschließender Lichtervigil (Holy Hour). Auch hierzu möchten wir sie ganz herzlich einladen.

 

Festliche Heilige Messe

15. August 2013, 19:30 Uhr

 

Die Kirche - die katholische  wie die orthodoxe Kirche - ist aufgrund der Fülle des  Zeugnisses der Heiligen Schrift, der Lehre der Kirchenväter und Bischöfe sowie der göttlichen Offenbarung schon früh zu der Überzeugung gelangt, dass die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria, die frei der Sünde war, so sehr ihrem Sohn Jesus Christus gleichgestaltet ist, das sie vom allgemeinen Los der Auflösung ausgenommen wurde. Denn da der Zerfall des Leibes eine Folge der Sünde ist, ist die selige Jungfrau Maria, die zugleich Mutter des ewigen Wortes Jesus Christus und damit die Mutter Gottes ist, mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden.

Papst Pius XII. erhob die seit ältester Zeit in der Kirche bezeugte Offenbarung der Aufnahme Mariens in dem Himmel als feierliches Dogma.

"In der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der seligen Apostel Petrus und Paulus und auch kraft unserer eigenen verkündigen, erklären und definieren wir:

Es ist ein von Gott geoffenbartes Dogma, dass die immerwährende Jungfrau Maria, die makellose Gottesgebärerin, als sie den Lauf des irdischen Lebens vollendete, mit Leib und Seele zur himmlischen Glorie aufgenommen wurde."

Papst Pius XII. Dogmatische Konstitution Munificentissimus Deus

Der heilige Kirchenlehrer Alfons von Liguoribringt dieses tiefe Geheimnis auf den Punkt, wenn er sagt:

"Jesus wollte nicht, dass der Leib Marias nach dem Tode verwese, da es für ihn eine Schmach gewesen wäre, wenn der jungfräuliche Leib, aus dem er selbst Fleisch angenommen hatte, die Verwesung erduldet hätte!"

Und der heilige Kirchenvater Johannes von Damaskus hat es auf wunderbare Weise ausgedrückt:

"Es musste die, welche in der Geburt die Jungfrauschaft unversehrt bewahrt hatte, auch nach dem Tode ihren Leib von aller Verwesung frei bewahren. Es musste die, welche den Schöpfer als Kind in ihrem Schoß getragen hatte, in den Zelten Gottes weilen. Es musste die Braut, die sich der Vater angelobt hatte, in dem himmlischen Brautgemach Wohnung nehmen. Es musste die, welche ihren Sohn am Kreuze geschaut hatte und damals ihr Herz durchbohrt fühlte vom Schwert der Schmerzen, die sie bei der Geburt nicht erduldet hatte, ihn jetzt an der Seite des Vaters sitzen sehen. Es musste die Mutter Gottes besitzen, was ihrem Sohne gehört, und von jeglicher Kreatur als Mutter Gottes und seine Magd verehrt werden".

Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, der in diese Welt eingetreten ist durch die Geburt von der seligen Jungfrau Maria, hat zugleich die gesamte Menschheit in besonderer Weise ihrer Fürsorge anvertraut, in dem er uns am Höhepunkt seines Erlösungswerkes, sterbend am Kreuz durch den Apostel Johannes sagt "Siehe, Deine Mutter" (Joh 19:27). So ist die selige Jungfrau Maria, die Mutter Gottes zugleich auch unsere Mutter,  die am Thron Gottes Fürsprache für uns einlegt und an die wir uns stets vertrauensvoll wenden können. Im Erlösungswerk Gottes kommt ihr eine besondere Rolle zu, sie ist Königin des Alls und der Engel und Mutter der Kirche (Mater Ecclesiae). Der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria kommt damit in den Heilsgeschichte eine ganz besondere Funktion und Bedeutung zu.

Auch das 2. Vatikanische Konzil hat sich dieses Geheimnisses des Glaubens angenommen und feierlich erklärt:

"Schließlich wurde die unbefleckte Jungfrau, von jedem Makel der Erbsünde unversehrt bewahrt, nach Vollendung des irdischen Lebenslaufs mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und als Königin des Alls vom Herrn erhöht, um vollkommener ihrem Sohn gleichgestaltet zu sein, dem Herrn der Herren (vgl. Offb 19,16) und dem Sieger über Sünde und Tod ...

Diese Mutterschaft Marias in der Gnadenökonomie dauert unaufhörlich fort, von der Zustimmung an, die sie bei der Verkündigung gläubig gab und unter dem Kreuz ohne Zögern festhielt, bis zur ewigen Vollendung aller Auserwählten. In den Himmel aufgenommen, hat sie diesen heilbringenden Auftrag nicht aufgegeben, sondern fährt durch ihre vielfältige Fürbitte fort, uns die Gaben des ewigen Heils zu erwirken."

Konstitution Lumen Gentium 59, 62

„Bei deiner Niederkunft hast du die Jungfräulichkeit bewahrt, bei deinem Entschlafen hast du die Welt nicht verlassen, o Mutter Gottes. Du bist zurückgekehrt zum Quell des Lebens, die du den lebendigen Gott empfingst und durch deine Gebete unsere Seelen vom Tod befreien wirst“ (Byzantinische Liturgie, Tropar am Fest der Entschlafung am 15. August).

Katechismus der Katholischen Kirche, Rn. 966

Das Fest Mariae Himmelfahrt ist ein ganz besonderes Fest, denn es gibt auch uns die feste Hoffnung, dass wir nach dem Ende unseres irdischen Pilgerweges, wie auch unsere himmlische Mutter Maria, in der himmlischen Herrlichkeit des ewigen Lebens sein werden, wo wir Gott schauen werden, von Angesicht zu Angesicht. Oder wie es der Heilige Apostel Paulus im ersten Korintherbrief schreibt: "Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin."  (1 Kor 12).  Dieser Platz ist uns im in der himmlischen Herrlichkeit Gottes bereitet, denn die Liebe vermag  die Trennung vom Geliebten nicht zu ertragen: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. … Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“ (Joh 14, 2 f.) Von der Herrlichkeit, die den Heiligen verheißen ist, können wir uns keine Vorstellung machen, denn sie übersteigt in Dimensionen alles, was wir kennen "Nein, wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1Co 2:9)

Unsere Lebenszeit in dieser Welt ist der Ort, an dem wir uns auf unsere ewige himmlische Heimat vorbereiten.Denn "unsere Heimat ... ist im Himmel" (Php 3:20), wir sind "nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes." (Eph 2:19 ). Wir sind nicht von dieser Welt, wie auch Er nicht von dieser Welt ist (Joh 17:16), aber in der Welt, um sie als Salz der Erde zu durchdringen. Es ist unser Leben, mit dem wir das Gewand unserer Heiligkeit, mit dem wir einst in der Herrlichkeit bekleidet sind, weben. Dieses Gewand ist ein Geschenk der Gnade Gottes, dessen Annahme indes unserer Mitwirkung unseres "Ja" bedarf, wie es die Muttergottes in ihrem fiat in vollkommener Weise gegeben hat.

Papst Benedikt XVI. verdanken wir eine wunderbare Betrachtung zu diesem Glaubensgeheimnis:

"Die christliche Überlieferung hat, wie wir wissen, mitten im Sommer eines der ältesten und eindrucksvollsten Marienfeste angesiedelt, das Hochfest »Mariä Aufnahme in den Himmel«. Wie Jesus vom Tode auferstand und auffuhr zur Rechten des Vaters, so wurde Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufs in den Himmel aufgenommen. Die Liturgie ruft uns heute diese trostreiche Glaubenswahrheit in Erinnerung, während sie den Lobpreis Marias singt, die mit unvergleichlicher Herrlichkeit gekrönt wurde. In dem Abschnitt der Offenbarung, den die Kirche unserer Reflexion unterbreitet, lesen wir heute: »Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt« (12,1). In dieser vom Licht umstrahlten Frau haben die Kirchenväter Maria erkannt. In ihrem Triumph erahnt das auf Erden pilgernde christliche Volk die Erfüllung seiner Erwartungen und erkennt das sichere Zeichen seiner Hoffnung.

Maria ist Vorbild und Stütze aller Gläubigen: Sie ermutigt uns, nicht das Vertrauen zu verlieren angesichts der Schwierigkeiten und der unvermeidlichen Probleme des Alltags. Sie sichert uns ihre Hilfe zu, und sie erinnert uns daran, daß das Wesentliche ist, »das Himmlische und nicht das Irdische« zu suchen und unseren Sinn darauf zu richten (vgl. Kol 3,2). Beansprucht von unserer täglichen Arbeit, laufen wir nämlich Gefahr zu glauben, daß hier, in dieser Welt, in der wir nur auf der Durchreise sind, der letzte Sinn des menschlichen Daseins liege. Das Paradies ist jedoch das wahre Ziel unserer irdischen Pilgerreise. Wie viel anders wären doch unsere Tage, wenn sie von dieser Erwartung beseelt wären! So war es für die Heiligen. Ihr Dasein bezeugt, daß, wenn man stets mit dem Herzen Gott zugewandt lebt, die irdischen Wirklichkeiten in ihrem richtigen Stellenwert gelebt werden, weil die ewige Wahrheit der göttlichen Liebe sie erleuchtet.

Der Königin des Friedens, die wir heute in der himmlischen Herrlichkeit betrachten, möchte ich noch einmal die Sorgen der Menschheit um jeden Ort der Welt anvertrauen, der von Gewalt gepeinigt wird. ... "

Papst Benedikt XVI. zum Angelusgebet am 15. August 2006 


 

 

Weiterführende Links:

Dogmatische Konstitution Munificentissimus Deus von Papst Pius XII. (1. November 1950)

Aufnahme Mariens in den Himmel (Kathpedia)