Weihe an die Herzen Jesu und Mariens

Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, / darum habe ich dir so lange die Treue bewahrt.

(Jer. 31, 1 )

 

 

 

Am Freitag, dem 27. Juni 2014 feiert die Kirche das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu, am darauffolgenden Samstag, den 28. Juni 2014  das Fest des Unbefleckten Herzens Mariens. Wir möchten die Gelegenheit dieser festlichen Tage nutzen, die Mission des Exerzitienzentrums St. Clemens dem Heiligsten Herzens Jesu und dem Unbefleckten Herzens Mariens in besonderer Weise zu weihen. In dieser Weihe, die nicht mit einer bischöflichen Kirchweihe zu verwechseln ist, stellen wir uns selbst, die Mission unserer Patres und das Exerzitienzentrum St. Clemens unter den besonderen Schutz von Jesus und Maria und vertrauen das Zentrum ihrer fürsorgenden Obhut an. Als Exerzitienzentrum der Göttlichen Barmherzigkeit, in dem Christus selbst im Allerheiligsten Sakrament des Altares beständig gegenwärtig ist, ist St. Clemens dem Herzen Jesu, dem "Feuerofen der Liebe" (Papst Paul VI.),  in dem die Barmherzigkeit Gottes für uns sichtbar wird, auf besondere Weise verbunden.

Die Weihe, so Papst Johannes Paul II., "entspricht dem Wunsch des Herzens Jesu, seine vollkommene Hingabe an das Reich Gottes durch die Glieder seines Leibes auf der Welt zu verbreiten und die Kirche im Opfer für den Vater und in seinem Für-die-anderen-Dasein immer mehr zu vereinen. ... Deshalb ist jedes Mitglied der Kirche eingeladen, in der Weihe ein Sich-Schenken und Sich-Verpflichten gegenüber Jesus Christus, dem König der verlorenen Söhne, zu sehen; dieser König ruft alle zum Hafen der Weisheit und zur Einheit des Glaubens." (Papst Johannes Paul II)

Wir möchten Sie herzlich einladen, diese Weihe zusammen mit uns zu vollziehen.

Weihe der Mission des Exerzitienzentrums St. Clemens an das Heiligste Herz Jesu

Freitag, 27. Juni 2014 (Hochfest des Heiligsten Herzen Jesu)
19:30 (Heilige Messe)

Weihe des Exerzitienzentrums St. Clemens an das Unbefleckte Herz Mariens

Samstag, 28. Juni 2014 (Fest des unbefleckten Herzen Mariens)
20:00 (Heilige Messe)

Zur Vorbereitung beten wir ab dem 30. Mai, dem Hochfest des Leibes und Blutes Christi (Fronleichnam), eine Novene uns möchten Sie einladen, mit uns zusammen zu beten.

Gebet zur Vorbereitung auf die Weihe (Novene)
 

 

Die Weihe an die Herzen von Jesus und Maria hat in der Kirche eine lange Tradition und wurde insbesondere von den Päpsten, vor allem Papst Johannes Paul II, in besonderer Weise geschätzt und gepflegt und den Gläubigen als besondere Form der Andacht und Hingabe an Christus durch die Hände Mariens empfohlen. So hat Papst Leo XIII. mit der Enzyklika Annum Sacrum am 11. Juni 1899 die gesamte Menschheit dem heiligsten Herzen Jesu geweiht. Diese Weihe wurde von seinen Nachfolgern auf dem Stuhl Petri regelmäßig erneuert. Am 10. Januar 1915 wurde Deutschland von den katholischen Bischöfen dem heiligsten Herzen Jesu geweiht. Insbesondere die Weihe der Familien hat für das christliche Leben eine besondere Bedeutung und kann auf eine lange Tradition zurückblicken, wie Papst Benedikt XVI. in einer Ansprache am 25. Juni 2006 betonte.

"Die Weihe der Familien an das Heiligste Herz Jesu hat eine lange Tradition, und in manchen Ländern gibt es sie noch; in ihrem Haus bewahrten diese Familien ein Herz-Jesu-Bild auf. Die Verehrung wurzelt im Geheimnis der Menschwerdung: Gerade durch das Herz Jesu offenbarte sich die Liebe Gottes zur Menschheit auf erhabene Weise. Daher behält die echte Verehrung des Heiligsten Herzens ihre volle Gültigkeit und zieht besonders die nach der Barmherzigkeit Gottes dürstenden Seelen an, die in ihm den unerschöpflichen Quell finden, aus dem sie das Wasser des Lebens schöpfen können, das die Wüsten der Seele bewässern und die Hoffnung wieder erblühen lassen kann. Das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu ist auch der Weltgebetstag für die Heiligung der Priester: Bei dieser Gelegenheit rufe ich euch alle, liebe Brüder und Schwestern, dazu auf, stets für die Priester zu beten, damit sie glaubhafte Zeugen der Liebe Christi sein können."

Papst Benedikt XVI.

Das Herz Jesu zeigt uns die Liebe und Barmherzigkeit unseres Gottes.


"Jesus hat während seines Lebens, seiner Todesangst am Ölberg und seines Leidens uns alle und jeden einzelnen gekannt und geliebt und sich für jeden von uns hingegeben: Der „Sohn Gottes“ hat „mich geliebt und sich für mich hingegeben“. Er hat uns alle mit einem menschlichen Herzen geliebt. Aus diesem Grund wird das heiligste Herz Jesu, das durch unsere Sünden und um unseres Heiles willen durchbohrt wurde, „als vorzügliches Kennzeichen und Symbol für jene .... Liebe angesehen, mit der der göttliche Erlöser den ewigen Vater und alle Menschen beständig liebt“  (Katechismus der Katholischen Kirche 478)

"In Christi Herz ist das Wirken des Heiligen Geistes lebendig, dem Jesus die Inspiration seiner Sendung zuschreibt  und dessen Herabkunft er beim Letzten Abendmahl versprochen hatte. Dieser Geist hilft uns, das vielfältige Zeichen der durchbohrten Seite Christi zu begreifen, aus der die Kirche hervorgegangen ist. »Die Kirche – wie Paul VI. schreibt – ist aus dem offenen Herzen des Erlösers entstanden und erhält von diesem Herzen Nahrung, weil Christus ›die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen‹  Durch den Heiligen Geist verbreitet sich die Liebe, die das Herz Jesu erfüllt, im Herzen der Menschen und bewegt sie zur Verehrung seines »unergründlichen Reichtums« und zur kindgleichen und vertrauensvollen Anrufung des Vaters durch den Auferstandenen, »denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten« (Hebr 7,25). Die Verehrung des Herzens Christi, »der universale Sitz der Gemeinschaft mit Gott Vater, der Sitz des Heiligen Geistes« , neigt zu einer Festigung unserer Bande mit der Heiligen Dreifaltigkeit". (Papst Johannes Paul II.)

"Das Herz des Erlösers lädt uns ein, zur Liebe des Vaters zurückzufinden, der die Quelle jeder echten Liebe ist: »Nicht darin besteht die Liebe, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat« (1 Joh 4,10). Die Liebe, die Jesus den Menschen schenkt, empfängt er unaufhörlich vom Vater, reich an Erbarmen und Mitleid (vgl. Eph 2,4; Jak 5,11). Ganz besonders offenbart sein Herz die Großzügigkeit Gottes gegenüber dem Sünder. In seiner Reaktion auf die Sünde vermindert Gott seine Liebe nicht, sondern weitet sie aus in einem Akt der Barmherzigkeit, der zur Initiative der Erlösung wird. ...

Die Kirche bekennt und verehrt das Erbarmen Gottes, so will es scheinen, auf besondere Weise, indem sie sich an Christi Herz wendet. Tatsächlich erlaubt uns gerade die Hinwendung zu Christus im Geheimnis seines Herzens, bei diesem Thema der Offenbarung, der erbarmenden Liebe des Vaters, zu verweilen, das den innersten Kern der messianischen Sendung des menschgewordenen Gottessohnes ausmacht: ein zentraler Punkt und gleichzeitig der dem Menschen am leichtesten zugängliche." (Papst Johannes Paul II.)

Das Herz Jesus ist vor allem in der Heiligsten Eucharistie gegenwärtig, wir können das Herz des Herrn in besonderer Weise in der eucharistischen Anbetung betrachten.

"Die Betrachtung des Herzens Jesu in der Eucharistie wird die Gläubigen dazu anspornen, in diesem Herzen nach dem unerschöpflichen Geheimnis des Priestertums Christi und der Kirche zu suchen. In Gemeinschaft mit ihren Brüdern und Schwestern können sie so die spirituelle Sanftheit der Liebe an ihrer Quelle selbst kosten. Es wird jedem Menschen geholfen, die eigene Taufe neu zu entdecken, damit er sich ihrer apostolischen Dimension, die in der Verbreitung der Liebe und in der Evangelisierunssendung gelebt werden muß, besser bewußt wird." (Papst Johannes Paul II.)

Durch die Weihe schenken wir uns auf besondere Weise Gott, der sich durch Seinen Sohn Jesus Christus an uns in unendlicher Liebe verschenkt hat.

"Da der Gläubige im Heiligsten Herzen dem Symbol und lebendigen Abbild der unendlichen Liebe begegnet, die schon allein uns zur gegenseitigen Liebe anspornt, kann er nicht umhin, das Bedürfnis nach einer persönlichen Beteiligung am Heilswerk zu verspüren. Deshalb ist jedes Mitglied der Kirche eingeladen, in der Weihe ein Sich-Schenken und Sich-Verpflichten gegenüber Jesus Christus, dem König der verlorenen Söhne, zu sehen; dieser König ruft alle zum Hafen der Weisheit und zur Einheit des Glaubens. ...

Die so verstandene Weihe kann sogar der missionarischen Tätigkeit der Kirche an die Seite gestellt werden, denn sie entspricht dem Wunsch des Herzens Jesu, seine vollkommene Hingabe an das Reich Gottes durch die Glieder seines Leibes auf der Welt zu verbreiten und die Kirche im Opfer für den Vater und in seinem Für-die-anderen-Dasein immer mehr zu vereinen." (Papst Johannes Paul II)

Die Weihe an das unbefleckte Herz Mariens ist von den Päpsten, insbesondere Papst Pius XII. und Papst Johannes Paul II., besondere Aufmerksamkeit geschenkt worden und ihr kommt vor allem im Hinblick auf Fatima erheblicher Bedeutung für die Kirche zu.

In der Folge hat Papst Pius XII. am  31. Oktober 1942 die ganze Menschheit dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht und am 8. Dezember 1942 diese Weihe im Petersdom zu Rom wiederholt.  Am 7. Juli 1952 erfolgte die Weihe des russischen  Volkes an das unbefleckte Herzen Mariens durch Papst Pius XII. Vor allem Papst Johannes Paul II. hat der Weihe an das unbefleckte Herz Mariens besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Am 13. Mai 1982 weihte er die Menschheit in Fatima dem Unbefleckten Herzen Mariens. Am 25. März 1984 vollzog Papst Johannes Paul II. in geistlicher Einheit mit allen Bischöfen des Erdkreises vor der Fatima-Madonna, welche extra nach Rom gebracht wurde, die Weihe der "Menschen und Nationen, die dieser Überantwortung und Weihe besonders bedürfen" an das Unbefleckte Herz Mariens. Im Heiligen Jahr 2000, in Anwesenheit der Bischöfe, hat Papst Johannes Paul II. am 8. Oktober die Welt dem Unbefleckten Herzen Mariens erneut geweiht.

Die Weihe an Jesus durch die Jungfrau und Gottesmutter Maria ist ein besonderer Akt des Vertrauens, zu dem Papst Pius XII. schreibt:

„Die Weihe an die Muttergottes ist eine völlige Selbstübereignung, die nicht mißverstanden werden darf als ... ein Gefühlsakt, sondern sie ist etwas durch und durch Folgenschweres, was wahr gemacht werden muß in einem intensiven, christlichen und marianischen Leben, in einem apostolischen Leben. Aus dieser Weihe muß wie ein Strom ein Leben überschäumender Innerlichkeit hervorbrechen, daß sich in allen Äußerungen einer ganz soliden Frömmigkeit ergießt, in Äußerungen der Gottesverehruung, der Liebe und des Eifers für das Reich Gottes“

 

Und Papst Johannes Paul II. schreibt:

"Dieses intensive marianische Leben, das in vertrauensvollem Gebet, in frohem Lobpreis und in eifriger Nachfolge Ausdruck findet, führt zu der Erkenntnis, daß die reinste Form der Verehrung der seligsten Jungfrau unter dem schlichten Zeichen des Skapuliers die Weihe an ihr Unbeflecktes Herz ist. So erwächst im Herzen eine Verbundenheit und Vertrautheit mit der seligsten Jungfrau »als eine neue Weise, für Gott zu leben und hier auf Erden die Liebe des Sohnes Jesus zu seiner Mutter Maria fortzusetzen« und dessen Herabkunft er beim Letzten Abendmahl versprochen hatte. Dieser Geist hilft uns, das vielfältige Zeichen der durchbohrten Seite Christi zu begreifen, aus der die Kirche hervorgegangen ist (vgl. Sacrosanctum Concilium, 5). »Die Kirche – wie Paul VI. schreibt – ist aus dem offenen Herzen des Erlösers entstanden und erhält von diesem Herzen Nahrung, weil Christus ›die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen‹ (Eph 5,25–26)« (vgl. Diserti interpretes). Durch den Heiligen Geist verbreitet sich die Liebe, die das Herz Jesu erfüllt, im Herzen der Menschen (vgl. Röm 5,5) und bewegt sie zur Verehrung seines »unergründlichen Reichtums« (Eph 3,8) und zur kindgleichen und vertrauensvollen Anrufung des Vaters (vgl. Röm 8,15–16) durch den Auferstandenen, »denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten« (Hebr 7,25)."